Seit dem Tod meines Mannes weiß ich, wie schnell das Leben sich ändern kann.


Hallo, ich bin 39 Jahre alt, berufstätig in der Justiz und alleinerziehende Mutter eines siebenjährigen, aufgeweckten Jungen.

Ich lebe in einem super schönen Haus mit großem Garten in einer Norddeutschen Kleinstadt. Nach 14 Jahren bin ich wieder in meine Heimatstadt zurückgekehrt und sehr glücklich, hier meinen Lebensmittelpunkt gefunden zu haben.

 

Die größte Herausforderung für mich ist Familie, Freunde, Arbeit und den normalen Alltag unter einen Hut zu bekommen. Oftmals wünsche ich mir, mein Tag hätte mehr als 24 Stunden und meine Woche mehr als sieben Tage. Manchmal stehe ich mir aber auch aufgrund meines eigenen hohen Anspruchs selbst im Wege.

 

Mir hilft es, kleine eigene Freiräume zu schaffen. Zum Beispiel, wenn mein Kind verabredet ist oder betreut wird. Dann kümmere ich mich in Ruhe um die täglichen Dinge oder gehe zum Beispiel zum Sport. Es hat eine Weile gedauert, mir diese Aktivitäten zuzugestehen und nicht ausschließlich die Bedürfnisse meines Kindes in den Vordergrund zu stellen


Foto by Erik Dungan on Unsplash
Foto by Erik Dungan on Unsplash

Mir erleichtert vor allem das Annehmen von Hilfe den Alltag. Wir in der Nachbarschaft haben zum Beispiel eine Fahrgemeinschaft zur Schule gegründet, so dass ich nur zweimal wöchentlich dafür verantwortlich bin. An den anderen Tagen kann ich mit etwas Zeitersparnis und entspannter zur Arbeit fahren.

 

Wir gönnen uns öfter eine Auszeit oder Kurzurlaube. Manchmal alleine, manchmal auch mit Kind. Das verschafft schöne Momente und gibt mir Energie.


Es gab ein einschneidendes Erlebnis in meinem Leben, was vieles verändert hat: Vor fünf Jahren ist mein Ehemann aufgrund einer Krankheit verstorben. Die Zeit davor war vor allem durch die Erkrankung geprägt und sehr anstrengend.

 

Ich versuche mir seitdem oft vor Augen zu halten, wie schnell das Leben sich ändern kann und wie wichtig es ist, die kleinen und großen schönen Dinge zu genießen. Ich bin zum Beispiel etwas weniger sparsam und gönne mir und meinem Sohn auch außer der Reihe schöne Dinge oder Aktivitäten. Ich finde es seitdem viel wichtiger, Dinge nicht aufzuschieben und ungeklärte Gegebenheiten schnell zu regeln.


Möchtest du deine eigene Geschichte hier erzählen?

Schick sie uns einfach per E-Mail oder über unser Formular. Wir sind schon sehr gespannt!


Kommentar schreiben

Kommentare: 0